Tourblog - Gulfhaus Vechta, 10.04.2015



Bericht von Gast-Drummer Thomas

Und wieder ging es in den hohen Norden: Diesmal durfte ich Purple Rising gleich bei zwei Auftritten aushelfen.
Nach den üblichen Ladeorgien fuhren wir gen Norden, die A 45 und die A 1 – ich zum dritten Mal in zwei Monaten. Irgendwie ist es ein „täglich grüßt das Murmeltier“-Erlebnis…

Man muss es ja zugeben: Andreas ist der Ladekönig. Wenn interessiertes Fachpublikum sieht, was wir alles mitschleppen und was alles auf der Bühne steht und dann erfährt, dass alles in einen Viano und einen Skoda Superb reinpasst, sorgt das regelmäßig für tellergroße Augen und ungläubiges Kopfschütteln.

Nach einer entspannten fahrt ohne Stau checkten wir im Landgasthaus Kathmann-Gerling in Dinklage-Langwege ein, einem idyllischen Gasthof, mitten zwischen Landmaschinenbau und Futtermittel-Großhandel gelegen. Überhaupt, in dieser Gegend behauptet sich der landwirtschaftliche Aspekt und den frühlingshaften „Oh de Güll“ kriegt man erst ab dem Kreuz Unna wieder aus der Nase.

Wider Erwarten war das Hotel sehr gut, die Zimmer geräumig und picobello sauber. Da wir früh dran waren, gab es noch eine kleine Siesta, bevor wir weiter nach Vechta ins Gulfhaus fuhren. Unterwegs bescherte uns Doms Navi noch eine kleine Stadtrundfahrt durch die Innenstadt/Fußgängerzone in Dinklage – sehr idyllisch!

   Im Gulfhaus begrüßte uns der Techniker Patrick, der zwar wenig gesprächig war, seinen Job aber zur vollen Zufriedenheit erledigte – Nordlicht halt. Beim Aufbauen stellte ich erschrocken fest, dass ich einen Becken-Ständer zu Hause vergessen hatte – als Schlagzeuger muss man aber auch wirklich an alle Puzzleteile denken! Dom schaute ins Internet, und tatsächlich gab es im ca. 7 km entfernten Lohne einen Musikladen, der sowohl offen als auch Ständer hatte. Nix wie hin! Ich erwarb ein Nordland-Souvenir in Form eines Dixon-Stativs, wir erhielten noch eine kostenfreie Vorführung eine HK-Anlage und konnten anschließend in Ruhe weiter aufbauen und Soundchecken.

Das anschließende Abendessen war köstlich, Schnitzel, Kartoffelgratin und Salat – blöderweise alles mit Sahne, die Andreas nicht verträgt. Ok, dann blieb mehr für die anderen – und Andreas bekam noch eine Pizza nachgeliefert. Wie sich allerdings der Keine-Sahne-Passus aus dem Gastspielvertrag entfernen konnte, wird immer ein Rätsel bleiben.

Das Gulfhaus füllte sich, Freunde von mir aus Oldenburg waren auch da und so spielten wir uns gutgelaunt durch mehrere Jahrzehnte Deep-Purple- und Rainbow-Musik vor mehr als enthusiastischem und fachkundigem Publikum. Wir wurden bis nach der letzten Zugabe gefeiert, mussten anschließend Autogramme geben und wurden nach Souvenirs wie Trommelstöcken und Plektren gefragt – das passiert im Rhein-Main-Gebiet nie.

Nach dem Abbauen gab’s noch eine kurze Zimmerparty im Hotel, noch ein Absackerbierchen und dann ins Bett – ausschlafen war angesagt.


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