Tourblog - Zollhaus Leer, 25.04.2014



Unser Gast-Drummer Thomas berichtet von der Norddeutschland-Tour

Eine Reise in den Norden stand auf der Agenda von Purple Rising: Ein weiterer Schritt auf der Mission, den Classic-Rock von Deep Purple in Konzertsäle und Clubs dieser Welt zu bringen. Da Stefan beruflich verhindert war, durfte ich mitfahren.

Die „Klassenfahrt“ begann Freitagmorgen um 9:30 Uhr am Proberaum. Dort begann wieder das alte Spiel: Equipment-Tetris. Es ist erstaunlich, was in so einen Viano alles reinpasst: 4 Marshall-Boxen, 2 Leslies, eine Hammond-Orgel, weitere Keyboards, die Drums, eine Ampeg-Bassbox usw. Was nicht reinpasste, musste in den betagten Skoda, der nach der Ladung mit 4 Personen drin nur noch ca. 16 cm Federweg hatte… egal, das ist Rock´n’Roll. Wie sagte Stoppok: Bei den ganzen Popakademien und anderen musikalischen Ausbildungen fehlen immer so die lebenspraktischen Aspekte, z. B. wie man morgens um 3 Uhr den Bandbus mit 1,2 % heimfährt…

Die Fahrt in den Norden war trotz Freitagsverkehr entspannend und staulos, so dass wir nach ca. 4 1/2h in Leer/Ostfriesland aufschlugen. Nach einer Zwangspause von gefühlten 30 min vor einem Bahnübergang fanden wir auch schnell das nette Hotel, wo wir dank der frühen Ankunft noch eine kurze Erfrischungspause machen konnten.

Das Zollhaus in Leer ist genau das: ein altes Zollhaus mit riesigen Räumen, ähnlich wie ein Speicher. Im Erdgeschoss ist die Konzerthalle, darüber der Backstage-Bereich – etwa 3 normale Stockwerke höher. Der Boden besteht aus dicken alten Holzbohlen, bei denen man durch die Ritzen einen sehr guten Blick in den Konzertsaal hatte – nix für Menschen mit Höhenangst.

     Die Crew mit Hannes und Christian packte gleich fleißig mit an, so dass Aufbau und Soundcheck recht fix über die Bühne gingen.

Die Zeit bis zum Konzertbeginn überbrückten wir mit Catering vom Dönerpizzagriechen, dessen kulinarische und nahrungsenergetische Qualitäten für viele launige Kommentare und Bemerkungen Anlass boten… gut, dass der wohlgefüllte Kühlschrank mit seinem Inhalt für die nötige zusätzliche Kalorienzufuhr sorgte. Entsprechende Backstage-Fotos gibt’s in der Galerie. An dieser Stelle ein Dankeschön an Christine für diese Präsentation berufsjuveniler Rockstars!

Entsprechend vorbereitet erklommen wir die Bühne und begannen unser Konzert. Das Publikum war sehr enthusiastisch und ging toll mit, wir rockten unser Programm und bis auf ein paar kleine Missverständnisse klappte alles prima. Die Zuschauer sangen an den richtigen Stellen mit und forderten lautstark Zugabe, was wieder mal beweist, dass auch „Nordlichter“ mal aus sich herausgehen können. ;-)

Geschwitzt, erschöpft aber glücklich machten wir uns ans Abbauen und erreichten zu einer zivilen Uhrzeit unser Hotel. Ein kleiner Absacker beendete diesen schönen Abend, am nächsten Morgen konnten wir ausschlafen – alles sehr entspannt.



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